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Sunday, 17. July 2005

Einfach "un-"

Es gibt Eigenschaften, die mag ich wirklich nicht, die sind einfach vollkommen -un *. Ist es denn so schwierig, zu erkennen, wann es einfach nur darum geht, seinen Mund zu halten und sich seinen Teil zu denken und andere so anders sein zu lassen, wie sie nun mal wollen? Und wann es, auf der anderen Seite, richtig und wichtig ist, seine Meinung zu äußern (sofern man in der glücklichen Lage ist, so etwas wie eine Meinung zu besitzen), auch wenn diese Meinung vielleicht nicht von allen geteilt wird?

Warum sagen manche Leute Dinge und heucheln Begeisterung und Zustimmung, wenn sie eigentlich das genaue Gegenteil meinen? Irgendwie finde ich das ziemlich enttäuschend – zumindest von einem guten Freund erwarte ich, dass er mir seine ehrliche Meinung zu gewissen Dingen sagt. Ein Freund ist doch nicht einer, der mir ununterbrochen das erzählt, was ich hören will, sondern jemand, auf dessen Kritik ich Wert lege! Und gut, wenn er es nicht für angemessen hält, mir zu sagen, dass er etwas nicht gut findet, dann soll er meinetwegen seinen Mund halten – aber das genaue Gegenteil zu behaupten und nur blöd herumzuschleimen ist doch echt zum Vergessen.

Auch das andere Extrem ist mir Gestern begegnet – gewisse Leute leiden anscheinend unter einem chronischen Mangel an Taktgefühl und merken es nicht einmal. Es ist ja gut und schön, wenn ich jemanden nicht mag. Aber muss es unbedingt sein, sich ausgerechnet dann über diese Person zu beschweren, wenn sie am selben Tisch sitzt und die Hälfte davon mitbekommt?!
Und muss man jemandem, den man noch nicht gut kennt, unbedingt lang und breit erklären, wie außerordentlich unsympathisch man seine Verwandten findet?

* -un: ungut, unsympathisch, unpassend, unreif, uncool...

Ich hoffe wirklich, dass ich nicht auch so bin, und es vielleicht nicht einmal merke. Das wär nämlich echt traurig!

Saturday, 19. March 2005

Workoholics

Was soll denn bitte gut daran sein, wenn man seinen Job / seine Arbeit / die Uni / die Schule über alles andere stellt und nur mehr dafür lebt? Wenn man sich selbst einen enormen Leistungsdruck auferlegt, die einzige Freude, die man zu empfinden fähig ist, aus guten Noten /Lob eines Vorgesetzten / ... gewinnt? Wenn man vor lauter Nervosität, etwas falsch zu machen, krank wird und wenn man kein anderes Gesprächsthema als den eigenen Erfolg oder Misserfolg weiß?

UNSINN!!!

Das wirklich Wichtige im Leben ist doch das Leben selbst! Das Aufstehen in der Früh, aus dem Fenster schauen und sich über die ersten Frühlingssonnenstrahlen freuen! Seine Kellog's Riffel-Chips mit Paprikageschmack mit jemandem teilen, zusammenhalten, einem Freund einen guten Rat geben, etwas Unternehmen und gemeinsam eine schwierige Aufgabe lösen, Eisessen und Mittagessen für alle Kochen, gute Musik hören und stundenlang telefonieren...

Was nützt mir der ganze Erfolg, wenn am Ende keiner mehr übrig ist, der sich mit mir darüber freut?! Solche Leute (Workoholiocs) versteh ich echt nicht...

paramañana.

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