So, jetzt bin ich wieder zu Hause... eigentlich viel zu schnell vergangen! Ein vom endlosen Regen in ein Schlachtfeld verwandelter Campingplatz, eiskalter Wind und Schlafen mit so ziemlich allem, was man an Gewand besitzt, ein bisschen im Gatsch versunken, herumgehupft und mitgesungen, ein bisschen herumgestoßen worden und Festivalfeeling und vor allem - Musik ohne Ende!!!
Am ersten Tag gleich mal System of a Down, das Konzert, das mir (abgesehen von der Weigerung, eine Zugabe zu geben - so behandelt man keine tobende Menge treuer Fans!) persönlich überhaupt am Besten gefallen hat. Eigentlich hab ich mich zwar besonders auf Weezer gefreut, aber die waren dann irgendwie so unspektakulär... liegt aber wahrscheinlich nur daran, das Weezer eher Musik zum jederzeit-und-überall-nebenbei-hören machen als Mitreißendes, unter die Haut Gehendes, das einen vergessen lässt, wo man gerade ist...
Manson wollte ich vor allem wegen der Bühnenshow (die dann auch wirklich gut war - z. B. trat er mit Riesen-Stelzen auf ;-) sehen, war dann aber auch von der Musik positiv überrascht.
Direkt danach dann die Ärzte - richtig lang gespielt, ein Schmäh nach dem anderen und teilweise einfach irgendwas aus dem Stehgreif gesungen - das Publikum begeistert und zum Lachen gebracht... einfach super!
Auf die Dissociatives war ich auch neugierig, obwohl ich nur vorher nur zwei Lieder gekannt hab - es war dann auch wirklich nicht schlecht, aber trotzdem - ein Auftritt bei Tageslicht und bei ziemlich kleinem Publikum lässt einfach nicht die richtige Stimmung aufkommen.
In Extremo, von denen ich vorher auch nicht viel gehört habe, haben mit ihrer Feuersäulen-Bühnenshow beeindruckt, und die eingefleischten In Extremo Fans steckten auch alle Anderen mit ihrer Begeisterung an.
Auch Nightwish - obwohl für gewöhnlich nicht gerade meine Lieblingsband hab ich live total gut gefunden. Nightwish klingt nach Epen-Hintergrundmusik, die einem das Gefühl gibt, gleich müsse etwas Bedeutendes passieren (zwei mittelalterliche Fußtruppen, die einander auf einer Ebene begegnen und zu kämpfen beginnen, Nebel und ein Eindruck von feuchtkaltem Wetter Dämmerung und dass wieder einmal alle verlieren werden... zum Beispiel ;-).
Die Helden (in gelben Regenmänteln!) waren eine positive Überraschung: Ich fand das neue Album beim Durchhören eigentlich nicht besonders gelungen, aber live haben mir die Lieder dann plötzlich total gut gefallen...
Eine persönliche Neuentdeckung hab ich auch gemacht: Die Gruppe Reel Big Fish hab ich zuvor nicht einmal dem Namen nach gekannt, gestern zum ersten Mal gehört und - hey, wow!Gute-Laune-Ska mit Trompetenbegleitung, ziemlich cool!
Alles in allem würd ich - trotz schlechtem Wetter - sofort nochmal hinfahren :-)